In La Pedrera wirds nomal chli gmüetlich, no veschlafener als s‘Vor-Saison Punta Del Diablo aber passt gad. Chli mental vorbereite, das di grossi reis doch bald es Ändi nimmt. But not just yet…
Chli flaniere, Mate trinke und chli Luftibusse dünds – rächt so…




Es bitzeli Chreft sammle für die allerdedschti Etappe. Ufem Wäg nach Punta Del Este luegemer no bide Bodega Garzón vebi, wo mir en schöne Parkplatz hend undsech die zwei Amateur-Connaisseure ma wieder so richtig kulinarisch lönd vewöhne… gäge Dämmerig schlömmer in Punta Del Este uf und vewütsched nochli Abig stimig.


Am morge früeh gahts glich mal no bime Mech vebi zum e zweiti Meinig ihole ob das stetig zuenehmende „Chleppere“ usem Emil‘sche Vorderzylinder äch es Problem isch wome söt agah oder obme etz schono 1000km cha mache unds dä dehei aluege. Glücklicherwis einigedsech all ivernähmlich uf dehei aluege 
Drum ab di Post nomal quer dur Uruguay zum Lago Rincón del Bonete in San Gregorio de Polanco go sali säge. Nämed nomal guet Ripio mit ufem Wäg und flicked no en Totalplatte (komplett vejagte Schluch) bi Lisi ihrem Vorderrad. Ersch ide Dämmerig nämemer drum di chlini Fähre übere ist Stedtli. Herrlichi Stimig, eimal meh…






San Gregorio isch malerisch und wie bis etz ganz Uruguay total laid back. Heti eigentli vill z‘büte zum sochli go aluege, vill Skulpture und Kunst. Am meischte zieht eus aber d‘Abigstimig in Bann. Eigentli nur das.




Als allererschts gömmer dä am nögschte Morge wieder bire Gomeria vebi, will etz isch am Lisi ihres Hinderreifeli platt. Schöne Nagel hädsech da drihgschliche… nachme Stündli isch au das greglet und de Vorderpneu sitzt etz au ordentlich im Felgebett. Zwei Flüge mit einere Klappe. Ready zum am Viki z‘lieb in Paso de los Toros schnä mitem Stier go abklatsche…



… zum – fasch deht womer in Uruguay agfange hend – im unerwartet hübsche Mercedes es Plätzli zum pfuse sueche. Nomal guet Kilometer gmacht die ledschde Täg…






Ufem Wäg in Richtig Colonia del Sacramento passierts dä also – in Nueva Palmira tankemer s‘leschde Mal südamerikanisches Benzin… 

In Colonia acho findemer di ultrahärzigi Pousada vom Sergio wo eus mit so grosse Strahliauge nacheme Chläber frögt, dasmer nöd chönd nei säge. So chunt de allerledschdi Madbutcher-Chläber bim Sergio als dritte i sini früsch gstarteti Sammlig. Nach Brasilie und Holland häder etz au d‘Schwiz.

Colonia isch di eltischti Stadt vo Uruguay und hät, as advertised, en Charme für sich. Ob de Tag dure, am Abig, bi Gwitter oder Sune, das Stedtli isch irgendwie mystisch und veleitet eim permanent underwägs z‘si. Was die zwei mitlerwiile fuule Seck ä mit bewundernswerter Artigkeit mached… Uruguay, s‘Land vom flaniere 



















Nach vill Gnuss und Gmüetlichkeit trätemer di etz würklech ledschdi Etappe für eus zwei ah. Montevideo. Am Mäntig wünscheds eus dä wieder gueti Reis über de Grossi Teich zrugg. Falta Poco. Eimal rund um Südamerika. Chli packe und chli dur Montevideo isch etz axeit für die zwei Nase. Aber gmüetlich. Immer gmüetlich in Uruguay…












Und den chunter, de ominösi Mäntig… die ledschde Kilometer am morge früe chli us Montevideo use zum Señor Holzchischtler… 

Nach…
48‘903 km total zruggleit, inklusive Flugi und Fähre
45‘071 km devo us euser Chraft
2‘666 Liter Benzin im Emil und es bitzeli meh im Lisi
4 Sätz Reife
4 Ölwächsel, wo nachem Werkstatthandbuech vill meh heted söle si…
4 mal Fäderbei revidiere
18 mal am Bode lige (10 Emil, 8 Lisi)
10 Mönet Untrwägs
990 Stund reiner Fahrzyt
8 Gränzübertritt, i 8 veschidne Länder
37 Ceviche i 5 veschidne Länder
112 Pisco Sour in Chile und Peru
45 Fernet Cola in Argentinie
36 Chuflay in Bolivie
408 Chicken Wings in Kolumbie
223 Caipirinha in Brasilie (mit Hilf vode Steffi natürli, wo de Löweateil gstämmt hät
)
1 Birchermüesli in Buenos Aires
… unzählige Iiidrück, Erfahrige und herzliche Bekanntschafte… unändlich vill schöne und schwierige Momänt… wärdemer da etz wieder i sone Chischte packt, zuegnaglet und ufen Laschtwage glade… mit Vorfreud uf Fründe und Familie, aber au bitz wehmüetig – bitzeli sprachlos…






Wenigschtens begleited eus die beide Habasche midem Laschter no bis zum Puerto Mondevideo, de ledschde Ruhestätt vo no sones par Teili vode Graf Spee…


Für eus beide isch da schluss, respektive mir trätted de Seewäg nach Hamburg ah… die beide Ex-Länkerrüttler gönd nomal uf Buenos Aires sägeds und schicked eus no es par Föteli ufde Wäg… am Plaza Serrano in Palermo/Soho gids di ledschde Drinks fürsi, drunder au de „Krise/Notfall-Schnaps“ vom Gabba, wos bis as Ändi gschafft het. Guets Zeiche oder?




Vo Buenos Aires über Sao Paulo gönd ä die zwei – am gliche Tag wi mir – heizue. E Wuche früener als plant, unter Stillschweigen. Zum de Gwagglis dehei en ghörige Schreck vepasse… sind mal gspannt ufs Gschichtli wä mir zwei wieder ide Schwiz sind. Etz isch ma Funkstilli, sind ufem Meer.
Sprachlos isch bitz s‘Mantra. Aber eis chame säge. Läck isch das geil xi. Mir schauklet nochli vor öis hi und freued eus druf in Empfang gno z‘wärde. Sind mal gspannt wie die beide Amateurhelde de Wiederistig ide Schwiz meischtered, glaubs mir beide händs da eifacher 
So long… mir chömed wieder – m‘Fall!
Emil & Lisi 
Oye, isch aso no schön in Uruguay! Ledschdi Station vorem Heicho munkledme… Huschhusch überd Gränze und den simer scho ide flache, grüene Wiiti. Bäumigi Strasse meischtens aber s‘git dä glich nochli Abwächslig…


Nacheme zwäckmässige Pfüüsi, Bargäld bsorge und suschtigem acho in Paysandú gahts ufem Wäg nach Artigas no hurti ade ominöse Estancia Aurora vebi. Näbschteme Pilger- und Chraftort isch die Gägend bekannt für überdurchschnittlich vill UFO-Sichtige und suschtige gspässige (meischtens guete) Stories vo Lüt wo da vebi cho sind… cha aber Entwarnig geh, mir sind nöd entfüehrt worde (aso usser de Burgi… so ufenart… mit viiiil Fantasie
), händ kei UFOs und kei Usserirdischi xeh, nur erwartigsgemäss suscht chli komischi Vögel. D‘Stimig isch ja schochli mystisch, vor allem midem Liecht – da vestahtme dasme mit gnüegender Erwartigshaltig da scho öppe mal öppis chönt id Wulche läse… und isch au suscht en zfriedne Ort.









Nach dem bitzeli Erdstrass ad Aurora tänkemer eus „chömed Giele, chli Offroad gaht sicher ä mit dene Strassepneuli, oder? Zum Glück löndsechs druf ih, gnüsseds herrlich am Jauchze ah und es entstönd für eus nomal par schöni Föteli …



… und no es Problemli z‘behebe. Hed glaub nüt mit de Schotteraktion z‘tue, wil sidere ungwüsse Zyt bini wieder chli en Springtüüüfel xi zum fahre. De Viki het nur tänkt solanger nöd luegt ob de Stossdämpfer rünnt bestönd no chance dases nöd so isch
da häder dä gluegt… und bi klirrender Chelti und Mate Urugayo gahts as Wärk. Mir macheds nomal…


Zum Glück hed e Ferreteria ä am Suntig offe, sodasmesech mit de fählende Werkzügvelängerige no cha itecke und das Fäderbeinli nomal innerteme halbe Tägli wächsle. Listo für s‘Usflügli am nögschte Tag. Finally klappts nämli mit Edestei-Mine go besichtige. Nöchi Artigas isch e Ametischte-Hochburg, mitunter chömed da di gröschte mit de chräftigschte Färbige und au teilweise andere Ischlüss wie Kalcit und isehaltige Färbige zum Vorschin. Zersch gahts id Witerverarbeitigsstette, wo di gfunde Stei zerschnitte, poliert, sortiert und vor allem di grosse ä wieder gflickt wärded wils im Prozäss zwungenermasse beschädigt werded. E Wüsseschaft für sich… De gröscht wos gad hend isch adi 7 Meter höch und 6 Tonne schwär. De gröscht wos jemals da usegholt hend 18 Meter höch und 36 Tonne schwär. Krass, oder? Und das ganze nur wil Mineralhaltigs Wasser chli i Hohlrüm igschlosse wird und mit viiiiil Geduld wunderhübsch Kristall usfällt. Da isch s‘Kilo vode schönschte Sorte im tüfe einstelige Dollarbereich… bi eus dehei den es Gwehr…





















Denah chöntme natürli äno chli pöschtele, was für eus nöd so gäbig isch und den witer idi eigentlichi Mine wo‘s die Klunkere useholet. Segs mit Schlagbohrer, Presslufthammer, Meisseli oder
… s‘chunt ales zum isatz. Sit drü Jahr sinds a dere Mine drah, mitlerwile macheds aber bi de nögschte Adere 100 Meter entfernt witer. So chömmer gmüetlich ide ehemalige Ametischtemine füehrig mache und d‘Vögel krieged no e Parilla und en Jarra
.
De zweitledschdi Madbutcher-Chläber gaht übrigens an Leonel wo eus dFüehrig gmacht het und er schenkten prompt sim Vater für ufde Töff, das isch doch ma öppis!


Drufabe fahremer no witer uf Tacuarembó ines sälberbaschtleds Ford T Museum. Ales Original und näbscht gschetzte 25 Ford T i allne Forme und Farbe, us Holz und Metall heds äno susch chli Antiki sächeli. Da ine fühled sich s‘Lisi und ich wie früsch gschlüpft, da simmer früechschtens d‘Änkel vode Ussteligsstuck!
mit wunderbare Farbe am Himmel verabschidemer en spannende Tag.
Am nögschte Morge isch für mich chli es Ereignis
händ ja scho gmerkt dasi mängisch chli eitel bi und zitewiis e bitzeli stolz. Aber da:

Hemmer äxra aghalte damiti cha es Föteli la mache wie de Tigi mini 2 am Rugge cha bestuhne.

iiiich finds gross 
Bitzeli witer träffemer churz vor Minas de Corrales di muetmasslich erschti Südamerikanischi Firma (sägeds). Jedefalls sicher die erschti operativi Goldmine, sowie s‘erschte Hydrochraftwärk. Über d‘Etappe sinds vo Wasserredli betribe, zu Hydroeletrico, Dampfturbine und spöter Diesegeneratore praktisch dur di ganz industrielli Revolution dure. Hüt ischs e Ruine wome döf Bierle, Campe, sii und sich interessiere. Imposant.
En Teil vode Antike Grätschafte wie Turbine und Generatore sind immer no dehte… da wär aso min vorhärige Herr und Meischter wo gern duet Maschine revidiere also grad mal es bitzeli beschäftigt.. 
Treinta y Tres isch den eher e taktischi Pause und s‘lauft nöd vill. Gmüetliche abig, nüd gschids z‘Nacht fürd Herre und dä gahts über mehrheitlich Schotter witer Richtig Punta Del Diablo.


Ufem Wäg bestuhnemer in Santa Teresa no hurti wiedermal es Fort… heftigi Kaliberli hends da gha du 










No rasch en Abstächer adi nahglägni Laguna Negra…




… da am Whale Watching Point fahrt s‘Lisi fürs Föteli no hurti sones gmürleds Lämpli kabut
…

… und denn fahrener ändgültig an Punta Del Diablo abe. So s‘einzige womer vo Afang ha no ufde Pendänzelischte gha hend… die isch etz eigentli leer – und Punta Del Diablo au 
Es isch Vorsaison und ales rächt veschlafe. Me chasech guet vorstele dases da im Summer bi guet Wätter nurso vo Lüt wimmlet. Etz ischs aber nöd eso und Unterkunft isch insofern schwierig, als das vo all dene online gfundene vefüegbare tatsächlech a) gar niemer da isch, b) nüme existiert, c) vechauft und de neu bsitzer vemietet nüt, d) you name it… bitz wi bi eus i Bärgdörfli mängisch. Vill Lüt wo (mal) Gält händ (gha) hendsech da was baut und chömed quasi nie. De Ateil vo bewohnte Hüser gaht gäge null. Während Saison scho me los, aber sGrundproblem blibt. S‘meischte ghört Argentinier wo grad de Momänt nöd sone bäumigi Wirtschaft hend und Uruguay isch im Veglich wie d‘Schwiz für en Süditaliener… kasch eifach nit zahle…
Defür hämmer eusi Rueh zum Pose
und suschtigi Föteli mache…













Dankem nätte chilenische Chällner (vom einzige Restaurant wo offe het) Carlos kriegemer glich no es Cabaña zum de iszapfechalti Rägetag abhocke. Es feins Assado gids und guet zwei drü Bierli z‘vill für di beide Schwachchöpf, wo mal wieder (wen au moderat) driihlaufed…
Währenddem d‘Pappeheimer ihre Rusch usschlafed hanimi midem Lisi wenigschtens ufgrafft und in Rueh chli chöne schribe und Filmli mache.
Es Grüessli usem fröschtelige Uruguay 

Sir Emil midem geilschte km-Stand ever !
(aso bis 33 undsowiter
)
… und vom Lisi natürli au en Gruess! 
Nach Iguazú hämmer immerno guet Luscht zum fahre. Jede Tag 4-500km, bländends Wätter und d‘Landschafte ziehnd nur so vebi. Ah ja… Eldorado hämer äno gfunde ufem wäg 

Erschte Stop in Ita Ibaté. Deht wärdemer mal wieder ordentlich gwäsche und s‘git es Cabaaaaaaaña
– aber susch lauft nöd vill. Ah moll si baschdled sich sälber en Chorripan zum z‘nacht und übermampfed sich königlich…

Ufm Wäg nach Goya tänkeds wiedermal drah eus mit Öl z’füetere, blödeled chli ume und träffed zum Glück no de Diego ufem Dorfplatz wo eus prompt sin Quincho zur Vefüegig stellt, zum überd Nacht eus und ihri Chöpf parkiere. Gschmeidig!





Ja und dä fahremer ie i di grossi Stadt… händ all nöd so Luscht uf Stadt, aber etz simmer schomal da. Eifach mal ufde Platz fahre funktioniert bim Obelisk ganz guet. All hend Freud und mir erkläred i minimum 3 Sprache rächt oft wieso dasmer etz da gad Föteli mached. Nach 42‘000km, dur 8 Länder spinnt d‘Nadle vom „… this way to Buenos Aires“-Kompass. Unfassbar. Scho rächt…


Will all so Freud gha hend, Argentinier grundsätzlich geili Sieche sind und speziell a Töffahrer uhuere de Plausch händ sägemer eus, ja heh da gaht no meh!
Langsam schlichemer eus an Plaza de Mayo ane… mal an Strasserand und sochli go luege weisch, nur mal chli luege… 




… und dänn?
Dänn fahremer dänk druf! Why not… was cha scho passiere?
Eusi Ständer sind noni mal dune, da chunt en Security z‘springe (ja genau, de da une)… gaaaar nöd mal so fründlech. Vilech hetemers mit de Burgische mir chönd nur Schwizertütsch Variante söle probiere… möged eus nüm an gnaue Wortlut erinnere, aber öppe so:


Sofort abe ab dem Platz, da döfeder nöd druf fahre!!!
ja isch eus ja vööölig klar, aber chömmer schnä es Föteli mache?
Ähh… nei? Sofort abe… !
Ja aber etz simmer ja scho da, 5 Sekunde, oder mach Du schnä eis, gischmer s‘Natel wieder und mir sind wäg, easy?
Ähh… nei? Sofort abe, aber JETZT!
Aber 10 Mönet und 42T km für das Föteli mann, chum etz?
….
Nei. Furt etz, sucht choschts.
…
ok mr gönd
Chum wieder an Strasserand gstellt chunt (en ebe coole) Argentinier z‘räne wo ä gad am Reise isch. Eh geili Aktion, bi leider chli spaht dezue gloffe, aber los, zwei Föteli hani eu gmacht, ich schicks eu und händer Instagram? 
Und so heds ebe glich klappet – mit dem Föteli ufm Plaza de Mayo… Und au susch träffemer da no mindeschtens e Stund lang gueti lüt wo Freud a eus händ. Isch also fasch chli rüehrend…
Denn findemer so umdi 5i use, das im Umchreis vo 20km ales usbuecht oder RIIIICHTIG tür isch… nachere witere Stund sueche und umetelefoniere findemer am Änd – wür säge dur vezwiflete Zuefall – doch voll im Zentrum Zueflucht bim Jorge und sire Gäng im MiBAQ Hostel. Vor zwei Wuche hends ufgmacht, nachdemses für 2 Jahr wäg Pandemie hend usegschobe. Geile huufe, gmüetlichi Lüt und richtig cools Hostel. Gönd deht vebi wener in Buenos Aires sind und säged en Gruess vom Emil & Lisi. Macheds. Meins ernscht. Hemerem vesproche dasmers empfähled.
Für eusi zwei Vögel gids no es gueds z‘Nacht, es par Bierli mit de Gäng und dänn sinds hinüber. Nix Usgang, id Fädere und am andere Tag wieder früeh use.

Während Buenos Aires schlaft…
…
Schlafed mir au…
Pfuused guet…
Emil & Lisi 
Nomal richtig schön Wätterglück und schön warm vo Río über Caraguatatuba richtig São Paulo abe… ame chline Atomchraftwärk vebi, am Meer entlang, nomal hübsch Kürvli und ales drum und drah!





In Caraguatatuba gits no e luschtigi Garage Bar mit hübsche Töffli und spezielle WC und de Sir Burgulon de erschti pflanzt sis Füdli wieder mal ufe Harley… söler doch…



In São Paulo acho, parkieremer zersch mal im „Platzspitz“ und gönd uf Reifesuechi im Motoquartier…

nei…. Aber merci gä…Reifesuechi stelltsech bitz challenging dar, nach 2h umefröge heds ein einzige Hoschi wo genau 2 x 21“ Vorderreife het… us Mangel a Alternative gids also mal Strassepneu für eus… Tourance Next 2, geili Laufleischtig und sooo mega vill Ripio erwartemer ja nüm… obwohl Schweinetür hoffemer mal dassech die Sach bewährt… ah ja… und bim Reifewächsel fallt no uf, das am Emil sini Radlager vore zimmi schütt usxehnd. Ersetzemer drum ä gad… Motoquartier vor President.




Underdesse gönd die zwei im Norde vo dere schöne Stadt no e „alti“ Flussreisebekanntschaft vom Amazonas go uffrüsche und midem Emer am Día del Padre ufem halbvelassene Fuessballfäld chli go güüügele, Boccia spile und suschtige Schabernack tribe… wenigschtens füereds d’scho guet Cachado’ete Lokalboccialer so richtig vor und zeignedne dases Boccia ide Schwiz aso ä git. Bald druf sinds öppe glich Chachado’et … 
(
- note: Chachado = guuuuuet eis Cachaça im
)






Nachdemsechs am nögschte Tag mit meh Glück als Vestand umde Mittag no e 4. Impfig (Astra) iepfiiifed ligeds dä mal hübsch 2 Täg flach… krass, so eländ hämer die zwei ufde ganze Reis nöd erläbt… haltedsi aber nöd devo ab am zweite abig defür wiedermal so richtig Haut Cuisine go inewälle… möged fasch durehebe und gheiet nacher wi
is näscht…
Jaa und denah gahts en Ändspurt Brasilie… uf Londrina i eim Rutsch – womer mal no so riiichtig schön an A… früüred und vom Räge igholt wärded bevors am nögschte – zwar sunige, aber kristallklirrend-chalte – Tag uf Guaíra fürde ledschdi Caipi in Brasilie zisched… begleitet vome Büsi… härzig oder? Die schiffed eim wenigschtens nöd ad Pneu…



En churze Abstächer dur Paraguay und in Foz do Iguazú (glich nomal Brasilie, aber ohni Caipi) findemer no‘n Tränsförmer… mir sind cooler findemer…

Next day vo Paraguay schowieder uswandere – home sweet home. Schön wieder in Argentinie z‘si… irgendwie würkli chli wie heicho. Me vestahdsi, alles liebi Mänsche, es git wieder feins Bier und s‘isch wieder einigermasse Warm… herrliche Tag für di beide mal die ominöse Wasserfäll go beaugapfe… krass schinbar… het zimmi gschiffet ide ledschdi, drum isch ales brun und es chunt orderli Wasser de Iguazú ab… fair enough… krass…
Schöni Morgestimig am zweite abig in Puerto Iguazú und witer gahts… Argentinie, volvemos!

De verdad nos vemos… siempre nos vemos… 
Sind all vier gad meeega häppy. Uf in ledschde Abschnitt vo dem Abetür. Wheeeee 
Bis gli, Grüessli und kä Seich – bald händer eus wieder am Bändel!
Drohend – Lisi 


Isch etz amel chli rägnerisch da, schön warme Räge zwar aber deswäge gönemerne nomal es igwöhnigs-Fährtli bis Jacumã wos au chli chönd blödele, die Chindschöpf. Es glatts Hotel hends usgsuecht…





Dehte macht de Viki am Morge defür wiedermal chli Admin und kümmeret sich ume möglechi Zuekunft. Drum hends nomal Schonfrischt und s‘gid nomal en chline Rutsch bis São Bento – i nur chline Rägefätzli ab und zue.






Über Aracaju diräkt abe uf Salvador, is pitoreske Pelourinho. Mal wieder chli bizite deht und di beide chönd änochli umebummle, mal wieder en Ahflug vo Kultur.









Zwei, drü Caipis, früe is Bett und am nögschte Morge mit de Fähre ufd Halbinsle Itaparica übere, schnäller als rundume fahre. Ab da fangt etz ä am Emil sini Tachowäle us unerklärliche Grüns ah usegheie…
defür wird de eint oder ander Zwangsstop füres Föteli gnutzt. Ufem Wäg lugemer no hurti in Helvécia vebi, wo eus en Ladebsitzer erklärt, das da scho vill Familie mit usländische Näme läbed, sfalltem aber grad keine ih. Drum chömer ä mit guet Geduld nöd verifiziere ob etz das mal e schwizer Sidlig xi isch… in Emil’s Länkerrüttler’s Namensvettrige Vitória acho gids glich kei Usgang. Einisch meh früe id Haia, damit am Morge eus wieder möged stüre!






Denn heisst mal ab is „Inland“
sowit me dem so cha säge… usezoomet ufde Charte ischs quasi immerno am Strand. Dennoch freuts mich und de Emil sehr, dasmer mal abxeh vode Pneu-Mitti ä susch nochli Gummi chönd in Brasilie lah. Erinneret eim es bitzeli ad Cafetera-Region in Kolumbie und es isch tatsächli ächli eini vode BR-Kafiproduktionshochburge. Zudem mal uf 1000m plus und läääääck isch das Chalt grad… krass. Ide erschte Namihelfti wirds aber wieder wermer und beid krieged e früsch prässti Caldo de Caña com Pastel zur Sterchig… sind mal still, mus fein si…




In Ouro Preto gits „Kultur-Brasilie“ zum 2. Eimal meh üsserscht pitoresk (lässigs Wort oder?) – so es richtigs Bärgdörfli mit Gässli ue und abe i all Richtige und so riiiichtig Steil. Farbigi Hüüüsli und gfühlti 2 Chile oder Kapäle pro Ihwohner. Gemäss Sir Burgulon isch de Stil vode Portugiese anders als dä vode Spanier – allerdings xehnd weder de Emil no de Viki no ich etz so genau d‘Underschied. Aber trotzdem simmer eus all einig – hübsch isches – und chalt…








Wäg ledschderem wämer drum so oder so wieder chli Höhemeter velüre (läck zum Glück gids da kä 4-Tusiger wäns uf 1200m scho A..Zapfe-Chalt isch
)… nach es bitzeli hin und här gömer glich schnäll am Jesus uf Río go sali säge. Liht ja quasi ufem Wäg. Eus münds allerdings im Niselräge dune stahlah und nach Nachfrag gäbs nur irgendwo ide Favelas es Plätzli wome Töff so cha stele, dasme eus mitem Río-Männli ufes Foti brächt – obwohl e spanends Agebot, wämer das aber glich nöd nachem itunkle… „ach, wämer scho da sind“ – tänkedsech di zwei Chrieger aber – gömer doch trotz Näbel, Räge und Wind mal ue go luege. De Biletvechäufer frögt fründlicherwis no drümal nah und zeigt ufde Livecam „Nüt“ – und das seg genau das wome grad xeht… doch mit bitzi Glück rissts zwei drü mal uf. Und am Mirante Marta ufem Abewäg gids no s‘Par neugierigi 





E feins z‘Nacht für die beide – en guete Schluck Öl für de Emil und mich – und dä gömmer all vier früe go ligge. Morn wämer ja schowieder witer.

Am Morge früe isch no gar nöd so vill los, da ade Copacabana
Friedlich – und so machemer eus uf, use us dere grosse Stadt in Richtig de no grössere.
S‘isch aso ä fängs im Flache chalt wieder und s’rägele gar nöd mal me so läss – m‘fall… ich stottere mängisch wieder chli bim erschte Mal am Morge und de Vik isch scho sochli „mimimimimi“ … es eidütigs Zeiche 
Schöns tägli allne
mus etz los, die Händ scho Helm und Händsche ah! Bussi, Lisi 
Mit guet usgschlafne Caipirinha-Chöpfli sind dä am nögschte Morge plötzli zwei Füdli ufmer ghocket und s‘Lisi hät no e äxra Täsche becho. Ohne da öpperem uf‘d Füess wele z‘trätte, isch aso scho stränger xi 

Relativ gli hät dä Lisi‘s Vorderschluch mal xeit „so etz zeigemer de Steffi mal wime‘n Schluch flickt!“ De guet Ma hed das ä cheibe suber und mega flink gmacht, usser daser de Schluch so flink hät usegrupft, das‘ Ventil gad abgrisse isch. Trotzdem faszinierend suberi Arbet xi. Felge früsch abdichtet und immer schön ales gschützt.



Nachere rudimentäre Übernachtig in Governador Nunes Freire nämemer d‘Fähre übere uf São Luís. Für de Sir Burgulon gid‘s deht s‘erschmal ordeli Hummer und ä susch isch d‘Ussicht no schön…







Den füehrt de wäg durde Parque Nacional dos Lençois Maranheses – richtigi Dünelandschaft mit Wasser dezwüsches, so natürlichi Bedli sozsäge – nach Paulino Neves. Es idyllisches Stedtli am Fluss dasmal. Cheibe härzig.











In Tutóia gids dä wiedermal en fesche Parkplatz ime mega Cabaña und de Chef Burgulon zauberet mit Sous-Chef Steffi es richtig gueds z‘Nacht für die wildi Truppe, tatchräftig unterstützt vom Caipirinhero Viki, wo luegt das‘ bide Arbet nöd vetröchned.




En chline Rutsch uf Macapá und scho chileds wieder echli ide Gägend umenand, knaledsich mit Caipi zue und mached nochli Güügelicalls mit Fründe ide Schwiz. Schones Flonerläbe das…







I gmüetlichem Tempo tuckerlemer witer as Kiter-Beach Camocim. Hübschi Landschaft, immerno ales zimmi gradus und nach wie vor ordeli Warm…






Camocim sälber isch härzig… und … s‘git mal wieder Caipirinha 







Wind heds gnau so kei wie in Macapá, drum s‘Rüschli usschlafe und eis witer uf Preá – ganz ide nöchi vom berüehmte Jericoacoara, aber meh Kiteig und nöd so Windsurfig… aber ä da mässigi Windvehältnis. Fein ässe und Stedtli agügsle axeit 






Ab uf Lagoinha, wo de Viki hofft wieder mal chli chöne go z‘Kite… wiedererkäne dündsen ersch am Dritte Tag und ä da isch noni so wüki Saison… Material Miete muser zimmi hinenahseckle und Kürsli vode Steffi veschiebeds ä jede Tag uf „Morn“ … jänu, gmüetli isches, s‘Ässe guet und wahrschinli hend eifach all nur s‘Dorffäscht im Chopf wo da s‘ganze velängerete Weekend abgaht… ein Abig langet de drü Vögel, isch wieder ohrebetäubend deht obe ufem Dorfplatz, ä wen d‘Konzi eigentli no cool wäred xi – vezelleds nachdäms bereits nach anderhalb Stund wieder zrugg sind… immerhin en seeehr solide Caipi hegs gäh 















Dä gönd eus gad all drüh no wieder främd und zupfeden chli go Quade… Lisi und ich sind scho bitz muff xi, mir zwei heted das ja ä chöne…
ad Lagune go Bädele sinds no und de Viki immerhin zwei Namitäg go Kite – klagt chli über Muskelkater…
den hemmers irgendwie xeh. Nach chli Misveständnis zupften de Sir Burgulon en Tag früener scho uf Fortaleza und ich mach am nögschte Tag den chli uf Lastwage zum uf Taíba fahre womer sLisi fürde ledschdi Abig wieder träffed…


Am Nami langeds de Steffi glich no mal chli zum Kite z‘schnuppere und ä de Viki gaht nomal go blätze. Herrlechi Abigstimig bim heilaufe und sogar eus chömeds no hurti cho huldige zum Steffi‘s ledschde Abig usklinge z‘lah.





En churze chutt bis Fortaleza, Die einte sind chli Nervös… ja was machtme da? Ja go Hängematte chaufe, isch ja klar oder? All chaufed echli und die Liebi Steffi treitsne hei – rächti Paschas. Am Flughafe sinds dä ä entsprächend 3 Kilo übergwicht 
D‘Limette sind am Flughafe leider usgange, en ledschde Cachaça-Laranja und dä verabschiedemer eus wieder vom Mega-Härdöpfelsack miteme Sack voll Erinnerige! 
Mir nämed de Ändspurt in Agriff – hasta la proxima! Wänn nomal öpper wet sis Füdli uf mich oder s‘Lisi pflanze, São Paulo bis Schluss wär so ledschdi Glägeheit 

Saude, Emil 
P.S.: Fasch vegässe… d‘Caipigalerie…


































d‘Fahrt isch ruhig und ereignislos bis am ledschde Abig… Tag und Nacht schipperemer gmüetlich de Fluss durab, sälte aber nöd nie es Zeiche vo Mänsche wo da wohned. D‘Ufer ziehnd vebi und s‘ufregenschte sind dStimmige und Liechvehähltnis wosech über de Tag ändered. Chli useluege, vilech mal Charte oder Schach spiele, es par Föteli mache und vor alem läse dünds… und steled fescht, Brasileros trinked gern, vill und laded eim ä ständig ih – zum Glück ischs Lightbeer…
Am ledschde Abig rumplets dä chli ufm Boot. Ich und de Emil münd eusi Täsche und Saccoche ufmache und anezeige: d Forca Nacional suecht offesichtlich und rächt unzimperlich nach Droge und anderer Schmuggelwahr. Zum Glück hämmer (und d‘Vögel au ide Kabine) nüt debi
rächti
‘s und mached nöd so de idruck als wäreds für Spässli ufgleit. Glich fründlich am Änd und interessiert woher mer chömed, wie gross eusi Zylinder sind und wünsched eus no vill Spass mit euse Zwei Fahrer…


In Manaus isch denn so, das de Pier en guete Meter höcher isch als‘ Ladedeck… d‘Vögel lugedsich ah mached irgend e Mischig zwüsche nachdänklich de Chopf schüttle und schmunzle. Aber ganz pragmatisch füehrt das denn zuede Erkenntnis, dasme also zwei 350kg Töff z‘föifte guet cha useme Boot lupfe… die 6 starche Ärm choschted dä allerdings au 50 Real pro Arm. Whatever works 
Acho wird zersch mal d‘Aschlussfähre klar gmacht wo zwei Täg spöter söt fahre, jedoch am gliche Abig no achunt. De Jungs wird xeit, hüt gad ilade, drum da warte und ja nöd wäggah
… ! … glich no schnäl en trip id City zum dasmal zwar illegal, aber wenigschtens erfolgrich, funktionierendi SIM-Charte z‘bsorge, muito bom!





D‘Kommunikation isch nachdemme sech etz gwöhnt isch xi mit de Lüt flüssend chöne zrede eher frustrierend… die zwei Lappis vestönd eigentli so quasi gar nüt und chömed ä noni ufd Idee de translator z‘bruche… obs a dem liht oder suschtige Misveständnis, all vier wartemer schwitzend ca. 9h im Porto Manaus nur zum eus vom Käpt‘n dä säge z‘lah „was hüt ilade?
chönder vegässe, vilech morn, aber lieber übermorn morge…“
Gömmer demfall glich en Schlafplatz in Manaus go sueche. Für ässe und sälbscht Bars isches z‘spaht und müed simmer au… ab is Bett, usschlafe und nach gmüüüüetlich z‘Mörgele am Mittag dä glich nomal an Hafe go fröge wies den so usxeht. Nachme „ja vilich so am 5i, 6i“ startet de Hafehängtag 2.0.



Churz vorde 8e chömmer dä mit abmontierte Windschutzschibe ultrasteil irgendwie drufrole… de Gap isch no grösser und isch guet hemers etz scho gmacht. Am Morge, no meh vollglade wüssemer nöd gnau wimer da no wäred drufcho… und wie, wänn und wo da amel Autos druf und drab chömed blibt für immer es unglösts Rätsel…
D’föif Tägli-Reis nach Belém isch prägt vo no viiiiil meh Lüt, brutal luter Musig (sogar bi eus ufem Ladedeck une) und no vil meh Itapaiva Bierli. Defür träffed de Sir Burgulon und de Vito d‘Giulia wieder wo scho ufde ledschde Fähre xi isch, de Coco wos scho in Cabo de la Vela troffe und in Leticia nomal churz erspäht hend – und de Alex chunt neu dezue. Z‘5. isch die ganzi Sach relativ churzwilig, zumal s‘ganze Boot mit eus wet astosse und das au macht und mit zuenähmendem Lightbeer und Jambu-Cachaça Pegel spiled ä d‘Sprachbarriere nüm sone role… mir reded Schwizerdütsch, Spanisch, Änglisch und Französisch, die andere Portugiesisch und zäme dümmer all so as hetemer irgend en Plan was die andere vezeled. Trotzdem lacheds vill und interessanterwis immer alli zum gliche Zytpunkt – s‘Glächter übertöhnt fasch d‘Musig mitlerwiile, aber nur fasch…
In Santarém laufemer ufde Abig hi ih und blibed über Nacht. All nicht als Fracht betrachtete velönd z‘Boot, irgendwas go ässe wo mal nöd Ris, Nudle und Güggeli isch, sowie mal so‘n richtig guet Caipi induzierte Kater id Weg gleitet. Die nögschte zwei Täg tünds eus chli leid ehrlich xeit… ä wäns sälbertschuld sind, d‘Brummschädel mached di wiiiit überdröhnti Musig und gwüssi überufdringlichi Persone an Bord nöd eifacher z‘erträge (ja genau… mimimimimimi… hämer ä so ghört)
In Belém fahremer mit biz vespötig am Suntig morge ih. Guet blickiert vo Limette, Autos und anderem Gschmäus no eimal en halbe Tag warte und dä chömmer finally aberole. Freued eus mega wiedermal bewegt z‘wärde und us eigener Chraft witer z‘cho!

Zu alldem ane erwartet eus ide Inestadt vo Belém es – bitz nervöses und ungeduldigs – bekannts xicht. Chli spöter a dem Abig kriegemer de erschti Brasilianischi Moscht und eusi etz drü Mitreisende en Willkommens-Caipi 

Bem-vindo ao Brasil!
Liebi Grüessli und Bussi
Lisi 

(Pscht!
de Emil schlaft no…)
Nachm floppige Venezuela-Vesuech (und wahrschinli würkli besser so) gids defür nomal chli Grüen, Kurve und Höhemeter in Kolumbie.


Über Curanaví uf Bucaramanga und witer dur de Cañon de Chicamocha is idyllische Barichara. Chli Feriesaison hätme sGfühl, aber mer finded e härzigs Plätzli und chönd ä no bitz go s‘Stedtli erkunde.





Churz es Äugli wärfe ufs bekannte Villa de Leyva – und boah, da hauemer ab. Einersits xehts vom Norde her rächt nach Sturm us und zudem hämer all vier uf sovill Lüt nöd meeega bock, ä wänns ohni härzig wär… isch eus sochli als chlises Juwel wiit im Absits aprise worde, was au so isch – wenn nöd wiedermal gad fiirtags weekend wär und ganz Bogotá da wär 


Huschhusch witer uf Ráquira, s’au sehr touristische Artesania-Dörfli, wo mit 3 Quadras Dorfchern aber überschaubar isch. Zum „Sächeli“ Chaufe wärs ideal – e chlises Adänke lahmer nöd ne
whatever b… 





Am nögschte Tag richtig Bogotá mit taktischem Tanke, damitmer wenigschtens die 20kg weniger wieged… D’Vögel hend no e gueti Party bim Alejandro dehei, mit de ganze erwiterete Familie, vill Fründe, (wie immer meeeega) luter Musig, vill Tanz und gueter Stimmig. Dessert wird da vorem Hauptgang gässe, drum gids zersch ma fett Chüeche, bevors drufabe dä no Monschtertamales iewäled – vezeleds.
Nachem usnüechterigstag vo dene zwei heissts früe us de fädere und mich und s‘Lisi windschnittig ipacke. Klapped ales und min Hauptpilot flügt mit!




Listo papi… d‘Vögel flüged am Mittag vor und mir sind au eine früener alsmer tänkt hend. Am gliiche Tag am abig am 6i wärdemer in Leticia liebevoll wieder uspackt und abgholt. Leticia isch irgendöppis zwüsched laid-back veschlafe, tranquilo und glich läbig und pulsierend… am morge früe aber definitiv tranki!





s‘Drüländer-Eck da isch komplett offe. Kolumbie – Brasilie – Peru. Me cha überall ane ohni Papierchram und eifach durefahre. Nur wäme dä vo da wieder weg wet musmes natürli scho mache. Migracion hend die beide Vögel schnäll, Zollusfuehr für mich und s‘Lisi isch dä chline anderi Gschicht… nach 3h warte findemer use, daser jetz ersch mitde Papier afangt. Ales händisch, Adlersystem und es grottigs Excel Template. Aber er isch en luschtige de Julio und so nämemers easy, lächled mit de zwei Vögel mit und wüssed: hüt chömemer sicher nöd vo da wäg
d‘Securities belächled eusi Vögel chli (eigentli hends am gliche Tag no ufd Fähre wele) wos fertig sind und meined salopp: en halbe Tag Jungs, chilleds mal. Das isch öppe schnällschte womer bis etz xeh hend, normalerwis nimmtsech de luschtig Julio scho so 1-2 Arbetstäg für die Papierli… und fair-enough: mit Blick uf eusi Dokumäntnummere, ich bi Usfuehr Leticia Nr. 35 und s‘Lisi Nr. 36. 
Und dä langts glich no zum churz in Tabatinga go d‘Fähre für de Fritig klarmache, Migracion und Receita Federal wo zackig gaht und dademit simmer listo. Ales binenand. Während mir hübsch vorem „I
Brasil“ posiered und bestuhnt und fotografiert wärded, göned sich d‘Vögel die erschte Caipirinhas 


Mögemerne göne – saúde irmãos! Emil & Lisi 

und de Chef vode Buuude immer meint er wüss vo Nüt, hämer tänkt ja guet, dä gömmer halt eifach mal chli uf Guatapé grossi Stei go aluege…


Schono schön xi… Da hendses aber midem “wo Emil und ich nöd anechömed gömer nöd ane” wörtlich gno und sind nöd ufegloffe. Und dä hät ä de Chef vode Buuude glich plötzli öppis gwüsst: d’Schiebe isch fertig, chöndsi cho hole! Ja guet, fahrmer halt wieder uf Medellín 

Am zischtig chunt ä no en witere Teil Brämschlötz ah, zyt witerzzieh! Über die Teilwis alti Panamericana abe uf Necocli und am Meer entlang richtig Cartagena de Ivan go abfange.





Mit Ihm gönds chli go Cartagena unsicher mache und steled eus im nahglägene Parqeo in sichere Schärme und de Emil chund hine no neui Brämschlötz über.














Cartagena lauft voll underem Motto: ‘chum… mer bliibed nomal en Tag….”, was defür au dezue füehrt dasmer mit minere Namensvetterin undem Päde ä nomal zwei ledschdi Öbig händ 
Witer am Meer entlang mit Zwüschestop im Monsun-artige Palomino….



… nach Cabo de la Vela, em wahrschinlich nördlechschte Punkt vo dere Reis wo eusi Reife drüber roled.








Und sogar das midem Päckli funktioniert. Am zischtig chunts ah, ab uf Maicao 
Leider nein… gaht ehrlich xeit e bitzeli uf mini Chappe
im Sand mal churz chli afah schlingere, dä immer ferschter und dä hani min Burgi abegrüert, chli blöd gloffe… fahred drum uf Riohacha ma hurti in Notfall go luege öb da no ales zämehebed. Glück im Unglück, Rippli und Hüftchnoche starch prellt, aber nüt broche.


Riohacha und Maicao sind wüki nöd zum blibe. Drum nach 3 Täg Rekonvaleszänz nach Maicao am andere morge uf Venzuela übere rusche – isch de Plan… 

Ähhhhm …
Nei! Nach zwei stund und 35 veschiedene meinige isch klar: me chiem vo Site Venezuela her scho dure (🫰🫴), aber eifach ohni Fahrzügpapier, will de Zoll VE und CO nur Mäntig bis Fritig offe het und etz halt Samschtig isch. Das sägeds eusne zwei Vögel aber ersch, wos de Usreisestämpfel im Pass vode Migracion Kolumbie scho hend… immerhin sind die beide ma schnä e Stund in Venezuela xi, ä wänns eus nöd überelönd…

… jänu, wenigschtens chömeds Päss dä tatsächlich wieder über, chönd in Kolumbie wieder istämpfle und bis am Zischtig warte. Wheeeee
(Zischtig, wil am Mäntig in Kolumbie no Fiiirtag isch…
)
Witeri drü Nächt spöter gids im idyllische Maicao ufde Dachterasse no es par ledschdi Bier und uf zum nögschte Vesuech! (Bide wüki spahte Bier mit Jason, Victoria & co. lehreds no, das de Kolumbianisch Küschte-Folklore eusem Bünzliländer also zimmi nöch chunt… nur dasmesech zude kolumbianische Version irgendwie wüki wet bewege, was no zu mässig erfolgriche Tanzlektione füehrt
)


Und am nögschte Tag zum Zweite: äääähhhm
NEI! Nach knapp 3h diskutiere mit der oberschte 3 ide Zollhierarchie Maicao isch klar: es füehrt kein legale wäg da use nach Venezuela. De zimmi cool Chef vode Chefs findt wenigschtens no so salopp, wäner scho illegal uf Venezuela gönd, dä macheds wenigschtens in Cúcuta une, da wänder wüki eifach nöd dure… und git eus no de Kontakt vom Hermes – lokale Motoquero und extrem guet venetzt. Herzlich wärdemer ufgno und di drü Fleischseck sueched nach venünftige Möglichkeite irgendwie no uf Brasilie übere z’cho – wahrschinlich mit Erfolg 
So long, mir händ wieder en Plan… Lisi & Emil 

Bi zauberhaftem Wätter in Ibarra losfahre in richtig Gränze – nachere knappe Stund fangts ah rägele… denn a rägne… denn ah schiffe… und denn so richtig… und hört nöd uf. En chline Vorgschmack uf das wo chunt. Gränzübergang ziehtsech chli aber es witersmal ohni Problem. Impfnachwis vo eusne zwei Vögel will niemer xeh. Umdi 4i listo, welcome to Colombia. Bitz knüttlet vom Schlottere entscheideds grad im Gränzstedtli Ipiales z’crashe, Gält organisiere und d’Sache wenigschtens “Ahztröchne”… Kolumbie isch andersch. Strasse vill besser als befürchtet, vill Niederschlag, vill Grüen, vill Kurve und d’Mänsche miteme Übermass a Fründlichkeit und Hilfbereitschaft usgstattet – insgesamt en guete Schübel fortschrittlicher als Gedacht.
Am erschte Morge usgschlafe und mit nurno füechtem Sitzfähle als erschts zum Sanctuario de las Lajas. Ihdrücklichs Bauwerk…



De Wäg füehrt über Pasto zum z’Mittag witer uf Sibundoy. Ersch churz vor Sibundoy holt eus de Räge ih. Sinnvoller zum da Pause mache vorem Tüüfelstrampolin… tummerwiis fanged sich dVögel am gliche Abig für de nögscht morge no es zimmechs Käterli ih – allerdings nöd so schlimm, es schifft sturzbäch, de ganz Tag… also nomal e Nacht und am nögschte Morge witer, oder? Kläre, aber s’laht abe wie am erschte Tag. Churz bide Polizeistation vebih und fröge wie’s so usxeht nach Mocoa… midme churze Blick ufd Töff isch d’Antwort frei übersetzt, “ja im momänt kei derrumbes, isch offe, aber ganz ehrlich: bi dem Wätter und nach dene Rägefäll vode ledschde Täg… mmmmhmmm nei
münder dänn da dure?”
Nei mümmer nöd… drum zrugg und ufe richtig Popayán, schiffet nur einisch… aber schön xehts glich us, eifach chli ungmüetlich chalt und nass…



Nögschte Tag nach San Augustín s’gliche Spiel mit chli meh Räge no
zum Glück bestaht de unasphaltierti Teil feschte Rock und Stei, kei Schlammschlacht und di neue Mitas Pneu vehebed. S’Wätter isch allerdings so chalt und mies, dasmer nüt me gönd go aluege, früe Chüssilose und am früe los – mal finally Rägefrei abde Helfti und s’wird wermer richtig Tatacoa. Ime chline Hostel cräshe und näb eus zwei wird im Höfli früsche Kakao gröschtet. gmüetlich. Nomal früe id
und ab id Wüeschti für de Suneufgang. Das lohntsech e mal, ä wäns ade Ständli für de Viki natürli no kä Kafi git.
Dur Tatacoa dure gits dä ersch zum zweite Mal wieder chli Offroad feeling in Kolumbie. Cooli Strecki!
I eim Schnuz witer richtig Armenia/Montenegro, wo ufem Abewäg vom Pass dä am Lisi ihri Hinderbräms blockiert und ales abeschlift. Bim Brämschlötz wächsle es witers Bispil vo kolumbianischer Hilfbereitschaft. Käni 5 Minute und eine fahrt ane und frögt wos Problem isch und ober cha hälfe. Bringt eus uf Armenia zume Top Mech wo die ganz Gschicht innerteme Stündli cha fixe… nur Brämschlötz für eus zwei i dem Land stelemer da fescht, NOOOO WAY…




Defür chömemer dNummere vom Andres über, wo 3 Africa Twins het, eus churzerhand zum Übernachte iladt unds tatsächli no schafft sich vo Bogotá wenigschtens zwei Par Chlötz fürd Vorderbrämse anezbstele. Nacheme gmüetleche Abig i sim Jacuzzu mit guet Olmeca und Bierli undme tüüfe gsunde Schlaf zischemer schnäll zwei Täg uf Cali abe. Eigentli für in Usgang. Stadtdesse suechemer Brämschlötz und gönd am 10i is Bett. Au nöd so schlimm, hends brucht.

Zrugg in Montenegro nomal en Jacuzzi abig und dä wärded mal am Emil neui Brämschlötz montiert. Di 2/3 bruchte als Ersatz für Lisi packemer ih. Ab zum Alejandro uf Pereira. Ihn hemmer in Uyuni troffe und abote becho vebizcho wämer in Kolumbie sind. Machemer natürli.

Zwei öbig bi ihm und sinere Familie iquartiert gits e kulinarischi Usbildig in kolumbianischem und v.a. regionalem Ässe, Stadtfüehrig, en iblick id Gschicht und vill Glächter am Familietisch, inklusive Arepaabig mit de ganze Vewandtschaft. Besichtigung vode Kafiregion und en Bsuech mit BBQ bide Yudi undem Leo ufde Finca Esmeralda, für eus gfühlt im hinderschte Kafiberg midem erschte Schlammvorgschmack ufem wäg.
Denn es par Täg usruhe uf Alejandro sinere Finca in Viterbo… Hammer, sonen Parkplatz hämmer scho lang nüm gha!




Drü Täg usruehbe und den ab nach Jardín. Wunderschöni Strecki bis Riosucio und eigentli au nacher… die ledschde 20km bräched aber Gwitter los und vewandlet de Waldwäg abe uf Jardín unübertribe inen Fluss. Zum Glück i dem Teil au Steinig schaffemers irgendwie – und in Jardín schint dä dSune.
Feins Ässe und en gmüetleche Abig mit Chilebesichtigung in Jardín. Ab uf Medellín, aber nöd ohni wieder mal es Malheur fürs Lisi z’produziere:

Bereits am erschte Abig findemer aber Mechaniker-/Reparations-Barrio vo Medellín öpper wosi bis am Samschtig söt chöne flicke. Hoffemers. Au susch wartemer sowieso no ufdi räschtliche Brämschlötz wos vode USA da ane bstellt händ und dä hoffemer es gaht am Wuchenänd witer. Bis denn gnüssemers chli, au wenn dene zwei de Tourigroove bitzi z’schaffe macht… da münds etz dure…


So long us Medellín, cuidense! Emil & Lisi 